I/O APIC
Aus Lowlevel
Die I/O APIC (= I/O Advanced Programmable Interrupt Controller) löst den Programmable Interrupt Controller in einem SMP- bzw. NUMA-System ab. Da der PIC die IRQs ausschließlich an den BSP (= Bootstrap Processor) senden kann, ist in einem System mit mehreren Prozessoren eine I/O APIC notwendig. Darüber hinaus stellt die I/O APIC statt nur 16 IRQ-Leitungen wie der PIC normalerweise 24 IRQ-Leitungen zur Verfügung. Dies minimiert das IRQ-Sharing in Systemen mit sehr vielen Geräten. Außerdem ist die Programmierung der I/O APIC schneller, da sie nicht über I/O Ports, sondern über Speicherbereiche abläuft.
Programmierung
Die I/O APIC besitzt ein Indexregister (I/O Register Select bzw. IOREGSEL) und ein Datenregister (I/O Window bzw. IOWIN). Das Indexregister befindet sich an Offset 0x00 und das Datenregister an Offset 0x10 im Speicherbereich des I/O APIC, der bei einem PIIX3 Chipsatz bei 0xfec00xy00 (x und y werden mit dem APICBASE Register im PIIX3 festgelegt) beginnt. Im Allgemeinen ist die Basisadresse der I/O APICs über die Multiprocessor Tabellen bzw. die ACPI-Tabellen auslesbar. Beide sind les- und schreibbar. Mit dem Indexregister wählt man ein internes Register der I/O APIC aus und kann dann über das Datenregister das interne Register auslesen bzw. beschreiben.
Weblinks
- Intel® 82093AA I/O Advanced Programmable Interrupt Controller (I/O APIC) Datasheet
- Intel® 82093AA I/O Advanced Programmable Interrupt Controller (I/O APIC) Specification Update
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